Anklage erhalten - jetzt zählt die Strategie
Mit der Anklageschrift beginnt die entscheidende Phase des Verfahrens. Noch ist nichts verloren: Zwischen Anklage und Urteil liegen viele Weichenstellungen, die eine engagierte Verteidigung nutzen kann.
Das Zwischenverfahren nutzen
Bevor das Gericht die Anklage zulässt, kann die Verteidigung Stellung nehmen, Beweisanträge ankündigen und auf die Nichteröffnung oder eine Einstellung hinwirken. Diese Phase wird oft verschenkt - dabei lässt sich hier manches Verfahren noch ohne öffentliche Hauptverhandlung beenden.
Vorbereitung der Hauptverhandlung
Vollständige Akteneinsicht, Prüfung der Beweislage, Vorbereitung Ihrer Einlassung oder Ihres Schweigens, eigene Beweisanträge, Vorbereitung auf Zeugenbefragungen: Eine Hauptverhandlung wird vor dem ersten Verhandlungstag gewonnen oder verloren. Ich bereite jedes Verfahren so vor, als ginge es in die streitige Verhandlung - auch wenn am Ende eine Verständigung das beste Ergebnis sein kann.
Nach dem Urteil
Gegen Urteile des Amtsgerichts sind Berufung zum Landgericht oder Sprungrevision möglich, gegen erstinstanzliche Urteile des Landgerichts die Revision. Ich prüfe nach jeder Entscheidung, ob ein Rechtsmittel Aussicht auf ein besseres Ergebnis bietet - und sage Ihnen ebenso offen, wenn nicht.
Anklageschrift im Briefkasten?
Je früher die Verteidigung übernimmt, desto größer der Spielraum.